Medienbildung und Youtube-AG an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule

28 September 2016 Sven Holland Aktuelles

Aus dem Alltag der Schüler sind die (neuen) Medien nicht mehr wegzudenken – das kann niemand mehr bestreiten. Und wer Medien nutzt, der sollte damit richtig umzugehen wissen. Welches der richtige Weg zur Medienkompetenz ist, darüber haben sich auch die Bildungspolitiker Gedanken gemacht, als sie mit dem neuen Bildungsplan 2016 das Fach „Medienbildung“ eingeführt haben.

Was kann Schule aber außerhalb des Unterrichts noch tun?
Die DBS hat sich auf den Weg gemacht, ihre Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich bestmöglich auszubilden und zu fördern und bietet deshalb für die sechsten bis neunten Klassen zukünftig eine „Youtube AG“ an. Ob Artikel in einem Jugendmagazin, Beiträge auf Plattformen sozialer Medien wie Facebook oder Snapchat oder das Filmen und Schneiden von Videos, die auf Youtube hochgeladen werden, die Arbeitsgemeinschaft bietet viel Raum für die Jugendlichen, verschiedene Medienbereiche und den kritischen Umgang in und mit ihnen kennenzulernen.

Möglich gemacht wird dies durch eine Bildungspartnerschaft zwischen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und den Weinheimer Jugendmedien. Die IHK-Bildungspartnerschaft startete offiziell am 22. September mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags durch die Schulleiterin des Gymnasiums Gudrun Aisenbrey, Realschulrektor Jascha Detig, Sven Holland von den Jugendmedien und Iris Wolf, Berufsberaterin der IHK Rhein-Neckar.

Gegründet wurden die Weinheimer Jugendmedien Ende letzten Jahres mit dem Ziel, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Weinheim zu fördern.

Die Bildungspartnerschaft beschränkt sich natürlich nicht auf die Youtube-AG. Die Weinheimer Jugendmedien beteiligen sich auch als außerschulische Partner am Basiskurs Medienbildung für die fünften Klassen der Realschule und des Gymnasiums. Lehrer unterrichten zusammen mit den Medienscouts, wie die Schülerinnen und Schüler Geräte bedienen und Programme angewendet werden, wie sie geschickt Informationen suchen und im Netz recherchieren können. Gemeinsam produzieren sie z.B. einen Podcast oder einen Videofilm, präsentieren ihr „Medienprodukt“ und analysieren die notwendigen Schritte und reflektieren ihr Vorgehen.

Ziel ist nicht nur allgemeines Wissen und Anwendungskenntnisse über den Computer und Programme wie Word oder Excel zu vermitteln, sondern auch ein verantwortungsvoller und gesunder Umgang der Kinder mit Smartphones und sozialen Medien.

Alle beteiligten Parteien zeigten sich sehr glücklich über die nun offizielle Zusammenarbeit und betonten nochmals, wie wichtig es sei, den Kindern und Jugendlichen, die heute mit Smartphone, Internet und sozialen Medien aufwachsen, möglichst früh Gefahren und einen bewussten Umgang mit diesen zu vermitteln.

(Bericht: Lena Deinaß, Foto: Nadine Asfour)