Kooperation mit Stadtjugendring Weinheim e.V. im Partizipationsprojekt

18 Oktober 2016 Sven Holland Aktuelles

Der Stadtjugendring Weinheim e.V. und die Weinheimer Jugendmedien machen gemeinsame Sache. Im Rahmen des Projekts “Partizipation und Demokratiebildung von Kindern und Jugendlichen” arbeiten die beiden Institutionen eng zusammen – dabei unterstützen die Jugendmedien den Stadtjugendring mit der medialen Begleitung der vierjährigen Projektphase über ihren Jugend-TV-Kanal (auf Youtube) und produzieren darüber hinaus inhaltlich abgestimmte Videos, die zur Beteiligung von Jugendlichen in Weinheim anregen sollen. Über die Onlineplattform der Jugendmarke werden zudem interaktive Elemente kreiert, um Jugendliche interaktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden.

Einen ausführlichen Bericht über das Projekt des Stadtjugendring ist am Dienstag, 18. Oktober 2016 in den Weinheimer Nachrichten erschienen:

Dialog mit Jugendlichen ist preiswürdig
Der Weinheimer Stadtjugendring (SJR) ist neben sieben weiteren Kommunen im Land als Modellvorhaben „Zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe in Baden-Württemberg“ durch den Landesjugendhilfeausschuss ausgewählt worden. Das Förderprojekt sieht eine Gesamtsumme von insgesamt 125 000 Euro vor. Das Land bestreitet das Programm mit einem Förderanteil von 60 Prozent, also 75 000 Euro. Der Rest muss vom Stadtjugendring im Zuge einer Komplentärfinanzierung in Höhe von 40 Prozent beigesteuert werden. Diese 50 000 Euro wird der Stadtjugendring aus eigenen Finanzmitteln aufbringen müssen. Ein Teil hiervon soll über Spenden finanziert werden.

Gerade in einer Phase, in der Weinheims Stadtjugendring intensiv mit den Kindern und Jugendlichen redet, die in der Nähe des Klausingstraßen-Bolzplatzes wohnen, mit ihnen Lösungsansätze und Verbesserungsvorschläge bespricht, um sie in Verwaltung und Politik einzuspeisen, bekam Stadtjugendring-Geschäftsführer Martin Wetzel nun Post aus Stuttgart mit der Zusage. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Wetzel hatte sich Anfang des Jahres auf dieses Modellvorhaben mit dem Förderschwerpunkt Partizipation von Mädchen und Jungen beworben – sie ist verbunden mit einer finanziellen Unterstützung des Landes in Höhe von 75 000 Euro, aufgeteilt auf drei Jahre. So stehen auch Material- und Honorarmittel zur Durchführung zur Verfügung.

Partizipation als zentraler Begriff
Auf der Internetseite des Kommunalverbandes Jugend und Soziales (KVJS) wird das Weinheimer Modellvorhaben so beschrieben: „Es wird eine gelingende und nachhaltige Form der Partizipation erprobt, dazu werden ganz unterschiedliche Formate mit den Kindern und Jugendlichen entwickelt und zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Durch den Methodenmix soll gezielt eine sehr breite Beteiligung junger Menschen erreicht werden.“

Partizipation, also Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entwicklungen und Entscheidungen in Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft, das ist der zentrale Begriff, den auch Wetzel immer wieder verwendet. Wichtig ist ihm dabei der Proporz zwischen den Milieus der jungen Menschen, deren Herkunft und deren Verteilung im Stadtgebiet. Mädchen und Jungen sollen gezielt angesprochen werden, ein Weststädter genauso wie ein Oberflockenbacher. Eine wichtige Rolle spielt der Einsatz neuer und innovativer Medien; dazu wird der Stadtjugendring mit dem Weinheimer Medienexperten Sven Holland zusammenarbeiten. Ziel ist eine Online-Partizipationsplattform und ein eigener Weinheimer Jugendkanal, auf dem Jugendliche beispielsweise in Wahlzeiten auch mal Programme politischer Parteien analysieren können.

Aber auch mit vielen anderen Weinheimern wird im Rahmen der Umsetzung in den Stadt-und Ortsteilen zusammengearbeitet. Vorstellbar sind Fotowettbewerbe, die bei der Analyse des lokalen Sozialraumes helfen, junge Geflüchtete werden ebenfalls in gezielten Aktionen einbezogen. Konkrete Projekte können auch eine Weinheimer Bolzplatz-Liga, eher für die männliche Zielgruppe oder ein „Mädchenstadtplan“ oder ein thematisches Ferienprogramm für alle sein.

Das Modell hat auch einen Namen, er lautet: A(ttra)ktives Weinheim – Mein (Durch)Blick, Mein (Frei)Raum, Mein (Wein)Heim – ein attraktives Weinheim aktiv gestalten dank Kinder und Jugendlichen. Gestartet ist es am 1. September.

(Quelle: Weinheimer Nachrichten, 18.10.2016)