Bildungspartnerschaft mit Friedrich-Realschule Weinheim

21 September 2016 Sven Holland Aktuelles

In den Sommerferien sind die Friedrich-Realschule und die Weinheimer Jugendmedien gemeinsam in See gestochen – mit dem Ziel der „Förderung der Medienkompetenz“. Mit der Unterzeichnung der IHK-Bildungspartnerschaft von Konrektorin Isabel Haist, Sven Holland von den Jugendmedien und Berufsberaterin der IHK Rhein-Neckar, Iris Wolf, fiel der Startschuss für eine nachhaltig angelegte Kooperation.

Die Weinheimer Jugendmedien, gegründet im Dezember 2015, fördern die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Weinheim durch Medienbildung in Schulen und durch den Aufbau eines Jugend-TV-Senders, der über eine Online-Plattform und Soziale Medien mit den Jugendlichen kommuniziert – selbst entwickelt von Weinheimer Jugendlichen.

Die Kooperation zwischen der Realschule und der gemeinnützigen Gesellschaft wird unter Anderem durch den im Lehrplan neu eingeführten Basiskurs Medienbildung umgesetzt, der von erfahrenen Medienscouts der Weinheimer Jugendmedien angeleitet und zusammen mit den Lehrkräften der Kooperationsschule abgehalten wird. Hierbei kann pro Klasse viel individueller auf die Stärken und Schwächen der Kinder im Umgang mit Medien eingegangen werden. In insgesamt 15 Doppelstunden werden die 5. Klässler nicht nur lernen, wie man den Computer und die üblichen Programme wie Word, Excel und Powerpoint verwendet, es werden vielmehr auch Themen rund um die Smartphone-Nutzung und soziale Netzwerke behandelt. Dies ist besonders wichtig, da heute fast jeder Schüler schon frühzeitig ein Handy besitzt. Die Weinheimer Jugendmedien wollen dabei nicht nur auf Gefahren hinweisen und abschreckende Beispiele aufzeigen, sondern eher einen bewussten und sinnvollen Umgang mit den neuen Medien vermitteln.

Damit nicht nur die 5. Klassen, für die der neue Bildungsplan gültig ist, von der Kooperation profitieren, haben Lehrkräfte die Möglichkeit, auch in älteren Jahrgängen die „externen Experten“ zu Rate zu ziehen. Dann kommt ein Medienscout an die Schule und übernimmt kurzerhand 2-3 Stunden den üblichen Unterricht. Ob Medienmanipulation am Beispiel des „Varoufakis Fingers“ von Jan Böhmermann, die Sensationsgeilheit der Medien bei Anschlägen oder das „Hinter-die-Kulissen-Blicken“ bei Castingshows, die Themenliste ist lang, die Sven Holland und sein Team den Schulen zur Verfügung gestellt hat.

Darüber hinaus findet einmal in der Woche eine sogenannte „Youtube-AG“ statt, bei der die SchülerInnen selbst in die Rolle der Medien schlüpfen können und online wie offline – vom Artikel im Printmagazin, einem eigenen Video auf Youtube, über Beiträge auf Facebook bis hin zu Stories in Snapchat – Beiträge produzieren können, die anschließend auf der Jugendplattform veröffentlicht werden. Jedes junge Talent kann sich austoben und in die Medienwelt hinein schnuppern.

Weitere Informationen zu den Jugendmedien finden Sie auf www.jugendmedien-weinheim.de. Das junge gemeinnützige Unternehmen ist auch an allen anderen weiterführenden Schulen in Weinheim aktiv, die Basiskurse beginnen hier großteils nach den Herbstferien, die Arbeitsgemeinschaften starten bereits jetzt.

(Bericht: Sven Holland, Foto: Kira Schmidberger)

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